RÖMERMUSEUM BEDAIUM

MUSEUM FÜR DIE KELTISCH-RÖMISCHE VERGANGENHEIT DES CHIEMGAUS

Heimat- und Geschichtsverein Bedaium in Seebruck e.V.


Entstehungsgeschichte des Vereins:

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Fast ein Jahrhundert kontinuierlicher Bodenforschung legte ein beeindruckendes Bild der Vergangenheit der Siedlung Bedaium-Seebruck frei. Erste Fundspuren lassen sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen. Der keltischen Ansiedlung folgte eine römische, dieser wiederum eine bajuwarische. Der sich anschließende Übergang vom Frühmittelalter bis zum heute begehrten Ferien- und Freizeitziel erscheint nahezu lückenlos erschlossen.

Archäologische Grabungen haben in Seebruck eine lange Tradition und sie begannen, wie vieles im Leben, durch Zufall; in diesem Fall durch einen peinlichen Zufall. In den Jahren 1837-1843 musste der alte Kirchturm wegen Einsturzgefahr abgetragenen werden, und beim Neubau passierte es: Als der Turm bereits auf die Höhe von 23 m hinauf gemauert war, begann er sich plötzlich nach Westen zu neigen. Er stand im Ungleichgewicht auf der nordwestlichen Ecke einer Steinmauer, einem Teil des römischen Kastells, das sich unerkannt im Boden des Friedhofs befindet. Gezielte Grabungen waren die Folge, vor allem der Historische Verein in Traunstein tat sich, auch in der Folgezeit, tatkräftig hervor.

Diese Jahre waren der Beginn des Interesses an der römischen Geschichte unseres Ortes. Vor allem durch die hier tätigen Pfarrer und Lehrer erfuhr die Erforschung des antiken Seebruck einen steten Auftrieb. Die von Lehrer Kraus im Schulhaus angelegte Sammlung von keltisch-römischen Funden wurde vom rührigen Ortsheimatpfleger Carl Ostermayer erweitert und fortgeführt.

Für die archäologische Forschung war Seebruck zwischenzeitlich so bedeutend geworden, dass alle weiteren Grabungen unter der Leitung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege in München vorgenommen wurden. Nicht nur das Fundmaterial vermehrte sich rasant, dass die Ausstellungsflächen bald zu klein wurden, sondern auch das Interesse der Bevölkerung und der Besucher stieg stark an. Am 1. Dezember 1979 wurde ein erweitertes Museum im Gebäude der Raiffeisenbank eröffnet.

Auch die schon länger geplante Absicht, eine Art „Historischen Verein“ zu gründen ist im November 1978 in das Stadium der Verwirklichung getreten. Die Aufgabenfelder für den Verein wurden diskutiert, eine Satzung musste erstellt werden. Die Gründungsversammlung fand am 25. Januar 1979 statt. Einstimmig beschloss man den Namen „Heimat- und Geschichtsverein Bedaium in Seebruck e.V. Hautaufgabe des neuen Vereins ist die Beschäftigung mit der Geschichte Seebrucks, insbesondere seiner keltisch-römischen Vergangenheit, und der Bedeutung des Ortes zur damaligen Zeit. Ein wichtiger Punkt der Satzung war die Errichtung und Betreibung eines neuen Römermuseums, das in der Folge gebaut und am 15. Oktober 1988 eingeweiht wurde. Zum Vorsitzenden wählte die Versammlung Carl Ostermayer, sein Nachfolger im Amt wurde im Jahr 1990 Dr. Alfons Regnauer. Seit März 2015 steht dem Verein Dr. Christine Kreitmair voran.

Der Verein hat heute 350 Mitglieder. Neben den Museumsaufgaben veranstaltet der "Bedaium-Verein" alljährlich ein umfangreiches Vortragsprogramm, das durch Studienfahrten ergänzt wird.

Bei Führungen von Kindergruppen und Schulklassen durch das Museum mussten wir schnell feststellen, dass sich junge Menschen in ihrer großen Mehrheit nur für kurze Zeit für archäologische Funde begeistern können. Zu wenig kinderfreundlich ist die Präsentation der Exponate hinter den zugriffssicheren Vitrinen. Das „Vitrinenmuseum“ brauchte eine adäquate Ergänzung durch das Freilichtmuseum, um den eigenen, unbestreitbaren Stellenwert nicht zu verlieren. Am 26. April 2007 wurde der Archäologische Rundweg durch die Gemeinde Seeon-Seebruck der Öffentlichkeit übergeben. Nähere Informationen zum archäologischen Rundweg erfahren Sie hier.

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