RÖMERMUSEUM BEDAIUM

MUSEUM FÜR DIE KELTISCH-RÖMISCHE VERGANGENHEIT DES CHIEMGAUS

Archäologischer Rundweg

Station 11

Römisches Streifenhaus

ERSTE SYSTEMARCHITEKTUR AM CHIEMSEE

Das am wichtigen Alzübergang der Straße zwischen Iuvavum (Salzburg) und Augusta Vindelicum (Augsburg) gelegene Bedaium war eine wichtige Versorgungsstation für die Straße und das Hinterland. Gastwirte, Händler, Fischer und Handwerker ließen sich direkt an der Straße nieder um von der hervorragenden Infrastruktur zu profitieren. Die Häuser wurden im Baustil des Streifenhauses gebaut. Der Name leitet sich von den typischen langrechteckigen Grundstücksparzellen ab, die änlich zu heutigen Reihenhäusern mit der schmalen Gebäudefront zur Straße zeigten.

Die Streifenhäuser in Bedaium

Aufgrund der heutige, dichten Bebauung konnte bis dato nur ein Streifenhaus komplett freigelegt werden. Es lag gegenüber der Darre (Station 10) direkt an der Römerstraße. An allen anderen Grabungsstellen (Am Seefeld, Am Anger) konnten nur Teilbereiche freigelegt werden. Die Streifenhäuser reihten sich im nördlichen Siedlungsbereich der Römerstraße entlang der Römerstraße aneinander. Es scheint, dass der in den nordwestlichen Provinzen verbreitete Bautyp des Steifenhauses in Bedaium eine regionale Prägung mit kombinierten Wohn- und Werkstattbauten aufweisen. In den Häusern waren Wohn- und Werkstatt- bzw. Geschäftsbereiche unter einem Dach vereint. Zur Straße hin lagen die Geschäftsräume, straßenabseits die Wohnräume und im Garten dahinter wurden Gemüse und Kleintiere gezüchtet.

Die Station 11

Beim Anlegen eines Parkplatzes wurden die Fundamente des hinteren Teils eines Streifenhauses sowie zweier Brunnenanlagen freigelegt. Der vordere Hausteil liegt außerhalb der Parkplatzfläche und ist bebaut. Um die dokumentierten Befunde zu veranschaulichen und wieder zum Leben zu erwecken lädt das "Fenster in die Vergangenheit" ein in die Vergangenheit zu blicken. Ein kleiner Platz mit nachgebauten, im Boden eingelassenen Fundamenten direkt über den originalen Befunden ermöglichen einen beeindruckenen Blick auf die tatsächlichen Größenverhältnisse der Funde.

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